BerlinBerlin

In Kürze werde ich für ein paar Tage in Berlin sein.

 

Ich freue mich schon, aber tatsächlich ist es nicht mehr so, dass ich es kaum erwarten kann.

 

Schon seltsam.

 

Es ist noch nicht lange her, da hätte ich sofort meine Koffer gepackt und dieses Land sang und klanglos verlassen (Rückkehr ausgeschlossen)

 

Und jetzt?

 

 

Ich komme mehr und mehr an. Die Anfangseuphorie ist, schon wegen Covid, mehr als verflogen und ich werde langsam ruhiger.

 

Natürlich gibt es Momente, in denen ich mich aufrege (vor allem wenn es um bürokratische Dinge geht), aber im Großen und Ganzen fühle ich mich wohl hier.

 

Eine Rückkehr nach Berlin kann ich mir, zumindest im Moment, nicht vorstellen. Dabei liebe ich Berlin.

 

 

Vielleicht  könnte man es in bisschen mit einem verflossenen Geliebten vergleichen, der dir zwar immer noch am Herzen liegt, mit dem aber ein gemeinsames Leben nicht mehr möglich ist, weil jeder andere Prioritäten setzt. Nach einer ‚sauberen‘ Trennung können wertvolle Freundschaften entstehen.

Oder nicht?

 

Ich bin gespannt, wie es sich anfühlt, wenn ich wieder in Berlin bin, das immerhin für fast vierzig Jahre mein Zuhause war. Es sind gerade mal sechs Monate, die wir in Bolsena leben und doch wissen schon einige Leute meinen Namen und dabei sieht es (zumindest) so aus, als würden sie sich freuen, wenn sie mich sehen.

 

 

Aber noch vor allem anderen, hat mich die Natur erobert.  

 

Ich bin umgeben von Holundersträuchen, Kastanien- und Obstbäumen. Das erste Mal in meinem Leben habe ich Holunderblütengelee gemacht und meinen eigens hergestellten Holunderblütentee getrunken

 

Und dann ist da der See, den ich von meinem Fenster aus sehen kann, wenn ich schreibe. Er strahlt eine bedingungslose Ruhe aus

 

Ich muss nichts tun, damit es mir gut geht, einfach nur da sein.

 

Sehr befreiend.

 

 

 

 

 

 

 

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