Das Leben ist schön, auch wenn es uns manchmal herausfordert. Gerade in solchen Momenten lohnt es sich, innezuhalten und jene Erlebnisse zu betrachten, die diese Schönheit sichtbar machen.
Oft sind es die einfachen Dinge, die uns bewegen.
Ein Baum, dessen Moosmantel in der Sonne erstrahlt, eine Begegnung mit einem Reh beim Morgenspaziergang oder das Jauchzen eines Kindes, wenn es in die schützenden Arme seines Vaters springt.
Wenn wir diesen Oasen der Lebendigkeit Raum in unserem Leben geben, belebt das nicht nur uns, sondern vielleicht auch jene, mit denen wir sie teilen.
Wie oft verpassen wir in Begegnungen, die Chance echte menschliche Wärme zu zeigen, weil wir uns stattdessen in oberflächliche Gespräche über globale Themen flüchten, die uns oft fern sind.
Dass wir vom Schicksal anderer betroffen sind, ist menschlich. Mitgefühl ist wichtig, es kann der Anfang von Veränderung sein. Doch wer über Missstände spricht, sollte sich fragen:
Diene ich dem Verstehen, oder dem Spektakel?
Verantwortung beginnt dort, wo wir Informationen nicht impulsiv weiterreichen, sondern ihnen Raum geben, sich in uns zu entfalten.
Erst wenn wir erfahren haben, wieviel wir selbst verkraften und was wir anderen zumuten können, wird Teilen zu einem Akt der Fürsorge.
Diese Fürsorge kann zu einer Kraft werden, die uns und andere in Bewegung bringt.
Wir alle sind Zeugen der Zeit.
Und manchmal ist unsere Aufgabe nicht größer als das stille Staunen über die schützenden Arme eines liebenden Vaters.
nächster Artikel: 20.10.

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