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Manuela Dal Poggetto
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19. November 2025

Ein herausforderndes Erbe

Rassismus wirkt heute nicht nur entlang ethnischer Linien, sondern schleicht sich mit klebrigen Füßen auch durch soziale und intellektuelle Hierarchien.

Andreas Altmann vergleicht ihn mit Schmutz unter den Fingernägeln, man müsse nichts tun und doch ist er auf einmal da.

Rassismus ist Alltag.

Fängt er vielleicht schon dort an, wo Anderssein nicht als Bereicherung, sondern als Bedrohung empfunden wird, selbst wenn es sich nur um eine andere Sichtweise handelt?

Oder sitzt er gar in den schicken Nischen, die wir uns schaffen, um unsere Individualität zu feiern  

 Anders sein ist hipp, aber welches anders?

Die einen passen sich an, andere fühlen sich heldenhaft im vergeblichen Widerstand gegen ein marodes System, wieder andere bangen um ein Mittagessen für ihre Kinder, während sie das neue Restaurant verachten, weil es ihnen verschlossen bleibt.  

Ist Rassismus nur eine der brutalsten Formen, in denen das falsche Anderssein‘ markiert wird?

Hier geht es nicht nur um individuelles Verhalten.

Rassismus ist ein kulturelles und gesellschaftlich strukturelles Erbe.

Wir alle sind darin sozialisiert.

So wäre das Anerkennen des „inneren Rassisten“ kein Schuldeingeständnis, sondern ein Ausgangspunkt dafür, Verantwortung zu übernehmen.

Zuerst einmal für sich selbst.

Dafür brauchen wir die Hilfe unserer stetigen Begleiterin, des Lebens größtes Geschenk.

Für mich ist es die Liebe.

Obwohl die Sehnsucht nach ihr allgegenwärtig scheint, ist das Wort, das dieses Gefühl benennt fast aus dem Alltag verschwunden.

Die Liebe selbst stört das nicht, sie öffnet sich hingebungsvoll für uns alle. 

Sie ist so selbstlos, treu, loyal und allgegenwärtig, dass wir sie sogar als Bürste für den Schmutz unter unseren Fingernägeln einsetzen dürfen, der manchmal

plötzlich da ist.

Und genauso plötzlich lasse ich euch im Nachsinnen zurück, und verschwinde…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Ulrike (Donnerstag, 20 November 2025 15:58)

    Mir gefallen die Gedanken zu den persönlichen psychologischen Aspekten des Rassismus; seine historischen und aktuellen sozio-economischen Ursachen beötigen schließlich fruchtbaren Boden, um zu gedeihen und die Angst vor dem was anders ist, ist ein vortrefflicher Boden. Aber woher kommt diese Angst? Mit ihr werden wir jedenfalls nicht geboren.

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