Der Mensch ist ein Herdentier?
Ob Religion, Politik, Lifestyle oder Kultur, wir suchen unseresgleichen.
Gruppen können verbinden und Halt geben.
Unangenehm wird es, wenn sich missionarische Lebensstile herausbilden.
Wenn Gemeinschaften ihre Art zu leben oder zu denken als etwas Besonderes betrachten und daraus feste Regeln machen. Dabei geht es mir nicht um politische Gruppen oder klassische Interessengemeinschaften, sondern um jene, bei denen aus einem
„So leben wir“ schnell ein „So sollte man leben“ wird.
Ob für oder gegen KI, Yoga, Fleisch oder Weizenmehl, oft entsteht der Eindruck, dass dies unbedingt nach außen getragen werden muss.
Warum ist uns das so wichtig?
Wollen wir besonders sein?
Liegt tief in unserem Inneren die Sehnsucht, gesehen und gehört zu werden?
Nicht jede und nicht jeder ist aus unterschiedlichsten Gründen in der Lage, klar zu sich und den eigenen Ansichten zu stehen. Gemeinschaften können helfen, Interessen zu teilen, miteinander zu wachsen, das Innere zu stärken und vielleicht auch, um sich ein Stück weit geschützt zu fühlen.
Am Ende, so glaube ich, ist es wichtig, sich zu fragen:
Wie weit darf ich gehen, ohne jemandem zu schaden, die Natur eingeschlossen.
Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass wir nichts Besonderes sind, egal wie sehr wir uns mit Taten und Überzeugungen hervorheben wollen.
Und auch wenn wir nichts Besonderes sind, sind wir doch alle einzigartig, egal ob in einer Herde oder nicht.
Das hat doch auch was, oder:)
Bis bald!!

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