Das Wort Held lässt sich bis ins Germanische heldaz zurückführen:
Der Kämpfende oder, die Kriegerin.
Frauen sind ebenfalls diesen Weg gegangen, auch wenn ihre Spuren oft absichtlich verwischt wurden.
Wollten die Menschen, die in der Geschichte als Helden oder Heldinnen erscheinen, tatsächlich alle so wahrgenommen werden?
Für manche von ihnen war es ein Ideal, für ihre Heimat zu sterben, für ein Land, für eine Idee.
Dieses Sterben wurde oft als ehrenhaft erzählt, als notwendig, manchmal sogar als wünschenswert.
Was steht hinter einem Ideal?
Ist es eine Idee, ein fester Glaube, eine innere Verpflichtung?
Ein Mensch besteht aus vielen Seiten, aus Widersprüchen, Zweifeln, Beziehungen, Liebe, Leidenschaft.
Was geschieht, wenn er oder sie sich nur einer einzigen Sache verschreibt?
Wenn ein Ideal wichtiger wird als das Leben des Menschen, der es trägt?
Gerät dann nicht etwas aus dem Gleichgewicht?
Das Umfeld spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Zustimmung, Anerkennung und Erwartung können wie ein Verstärker wirken.
Wo eine gemeinsame Überzeugung wächst, entsteht ein Anspruch; wo ein Gedanke geboren wird, erhebt sich eine Forderung.
Es entwickelt sich ein Machtgefüge, das sich schneller ausdehnen kann, als die Idee selbst
Eine Idee, die vielleicht noch in Stille reifen muss, um die passenden Früchte zu tragen!
Es ist bekannt, dass es weltweit Systeme gibt, in denen bestimmte Gedanken keinen Platz haben.
Systeme, die Anpassung verlangen, Gehorsam, Schweigen.
Menschen, die nicht bereit sind, ihre Überzeugungen diesen Regeln anzupassen, überleben dort nicht lange.
Der Tod solcher Freigeister wird zum Mythos und dieser Mythos wird nicht selten von dominierenden Systemen genutzt, um sich selbst zu stabilisieren.
Mein persönlicher Gedanke…
Manche dieser Persönlichkeiten starben nicht, weil sie Helden oder Heldinnen werden wollen, sondern weil sie das, woran sie glaubten, zutiefst liebten und respektierten -
und sich nicht einem Leben in Knechtschaft beugen wollten.

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