Habt ihr schon einmal versucht euren dritten Zeh zu spüren?
Ohne ihn zu bewegen, versteht sich.
Wo sind seine Grenzen?
Wo genau fängt er an?
Für mich war es nicht einfach, ich habe eine ganze Weile gebraucht.
Meist spüren wir die Grenzen unseres Körpers über Kontakt, etwa Berührung oder Schmerz.
Die Nasenspitze, wenn sie kalt ist, den dritten Zeh oder den Ellbogen, wenn wir uns daran stoßen.
Wir sind in ständigem Kontakt mit der Luft, die wir atmen und
unser Körper verändert sich mit jedem Atemzug.
Sind unsere Grenzen demnach elastisch?
Wohin dehnt sich unser Körper aus, wenn wir atmen?
In eine andere Dimension?
Und was ist mit unseren
Gedanken,
Überzeugungen,
Gefühlen?
Wo fängt das „Meine“ an?
Was davon ist familiäres Erbe, Konditionierung oder der Einfluss der Welt?
Was genau meinen wir, wenn wir von unseren Grenzen sprechen?
Abgrenzen?
Ausgrenzen?
Eingrenzen?
Sind sie starr oder beweglich,
scharf,
definiert,
durchlässig?
Wer weiß, vielleicht sind Grenzen keine Mauern, sondern Übergänge, die sich ebenso ändern wie das Leben selbst.
Und vielleicht ist die eigentliche Frage nicht, wo meine Grenzen sind, sondern wie nehme ich die Übergänge wahr?
Wer weiß...
...vielleicht „enden“ wir gar nicht. ♾️
Schönes (er)leben.💕

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Doris (Dienstag, 30 Juni 2026 07:43)
Sehr schön Manu
Ulrike (Dienstag, 30 Juni 2026 09:19)
Soviele Fragen Manu. Bin sicher, Du hast auch Antworten gefunden, jedenfalls für dich selbst. Wäre interessant. Ubrigens: Meinen 3. Zeh kann ich spüren, muss ihn allerdings erstmal finden, wofür eine leichte Berührung genügt. Im folgenden reicht dann die Vorstellung seiner Existenz. Diese Vorstellung von uns selbst, die so Vieles vermag und bewirkt. Dankeschön.